Nr. 252-253    Erscheinungtermin: 14.10.2015
Leben in kriegerischen Verhältnissen

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80 Seiten
Oktober 2015
Preis: 6,00 EUR



 
 
 
 

Inhaltsverzeichnis

  • aaa-uftakt

    Die Not von Menschen auf der Flucht bestimmt im Moment die mediale Öffentlichkeit. Viele haben spontan reagiert auf pogromartige Übergriffe. Sie wurden aktiv; sie kümmern sich, sie spenden und helfen. Fremdenfeindlicher Hetze setzen sie so eine Kultur der Mitmenschlichkeit und Weltoffenheit entgegen. Das ist gut. Nichts sollte uns davon abbringen.

    "Jetzt geht es nicht um Politik. Jetzt geht es darum, zu helfen." Sätze wie dieser waren in den letzten Wochen häufig zu hören furchtbar! Blinde Flecken werden damit markiert. Die geschäftige Betriebsamkeit hält davon ab, sich der politischen Dimension bewusst zu werden. Dabei käme es gerade jetzt darauf an, nicht die Augen zu verschließen vor dem, was hinter der schönen Kulisse propagierter"Willkommenskultur" alles eingefädelt wird, um Deutschland abzuschotten und das Leben für Asylsuchende in dieser Gesellschaft erneut zu verschärfen.

    Mit unserem Themenschwerpunkt Atom Krieg Flucht versuchen wir Zusammenhänge nachzuzeichnen: wie bestimmt "unser" Atom-(Waffen-)Thema die Agenda internationaler Politik? Womit verdient "der Export-Weltmeister" seine Miliarden? Was treibt Menschen von ihrem Zuhause weg? Unter welchen erbärmlichen Bedingungen sollen sie hier im Land der Zuflucht die Konkurrenz der Billiglöhner antreiben? Dabei geht es darum, einen Blick zu entwickeln, der nicht unterscheidet zwischen denen, die da sind, und denen, die kommen. Es geht um eine Perspektive, die gesellschaftliche Interessensgegensätze festmacht an Kriterien, die nach einem guten Leben für alle fragen.

    Neben diesem aktuellen Geschehen gibt es natürlich weiterhin die "klassischen" anti-Atom-Themen. Die prall gefüllten Rubriken dieser Ausgabe belegen dies eindrucksvoll. Probleme verschwinden ja nicht, nur weil gerade niemand guckt. In den vielen Jahrzehnten ihres Bestehens hat die anti-Atom-Bewegung gelernt, beides gleichzeitig zu tun: mit langem Atem dran zu bleiben an "ihrem" Ball. Und dabei den Kontext sozialer Bewegung nicht aus den Augen zu verlieren.

    ciaaao


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