Gorleben-Castor 2011:
Beladung trotz fehlender Transportgenehmigung

Geheimniskrämerei

PM BI Lüchow-Dannenberg vom 27.4.2011

Im November ist der 13. Castor-Transport ins Wendland geplant, die Vorbereitungen dafür sind angelaufen. Die ersten Behälter werden in der französischen Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague bereits verladen und damit transportfertig gehalten, obwohl noch keine Transportgenehmigung durch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erteilt wurde.

Foto: aaa-West
Foto: aaa-West

Mit diesem Vorab-Freifahrtschein der Genehmigungsbehörde werde provozierend die jahrzehntelange Kontinuität an Skandalen und Ungereimtheiten bei der Sicherheit beim Umgang mit hochgefährlichem Atommüll fortgesetzt. "Es darf nicht sein, dass Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden hier einfach wegschauen", moniert die BI. Zugleich verheimlicht das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nunmehr auf Druck des Bundesumweltministers Norbert Röttgen die Neugenehmigungen für Castor-Transporte. Das BfS gab am 19.04.11 auf seiner Website zu der im Internet veröffentlichten Liste der "aktuell genehmigten Transporte für Kernbrennstoffe und Großquellen" bekannt: "Auf Bitten des Bundesumweltministeriums enthält diese Liste aus Gründen der Sicherung keine Genehmigungen mehr, mit denen nicht ein Transport bereits durchgeführt worden ist."

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: "Röttgen wird nicht müde, von Transparenz zu reden, hier wird nur noch Geheimniskrämerei begangen. Eine erneute Sicherheitsbewertung für die Zwischenlager mit dem hochradioaktiven Müll steht nach der Katastrophe in Fukushima ohnehin aus. Die Atommülldebatte kommt endlich auch in Fahrt, in Gorleben dürfen nicht weiter Fakten geschaffen werden." Die Gorleben-Gegner fordern, den Transport abzusagen.@

 

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