15.02.2013 Pressemitteilung:
Meteoritenhagel in Russland trifft beinah auch Gronauer Uranmüll:
Gronauer Uranmüll lagert in Jekaterinburg am Ural
"Uran-Freilager halten Katastrophe nicht stand"

 
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

 

Schockiert und mit großer Besorgnis reagieren AtomkraftgegnerInnen aus dem Münsterland auf den verheerenden Meteoriten-Einschlag mit 1000 Verletzten in der sibirischen Atomregion Tscheljabinsk. Nur rund 200 km entfernt lagern seit Jahren in der ehemals geheimen Militärstadt Nowouralsk bei Jekaterinburg Tausende Tonnen Uranmüll aus der westfälischen Urananreicherungsanlage Gronau. Der Uranmüll lagert dort unter freiem Himmel. Nach WDR-Informationen war auch in Jekaterinburg noch die Rauchwolke des Meteoriten-Einschlags zu sehen.

Der Gronauer Uranmüll wurde zwischen 1995 und 2009 zur Endlagerung nach Russland gebracht, wo er heute bei Jekaterinburg, Tomsk und Angarsk unter freiem Himmel lagert. Aus Angarsk meldeten Umweltschützer schon vor Jahren rostende Fässer. "Es ist nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn der Meteoriten-Hagel die Atomanlagen bei Jekaterinburg und die offen liegenden Uranmüllfässer getroffen hätte. Es zeigt sich, wie unverantwortlich eine Freilagerung von Atomfässern ist. Leider lagern auch in Gronau Tausende Tonnen Uranhexafluorid auf der grünen Wiese - das ist angesichts solcher unvorhergesehener Katastrophen nicht mehr akzeptabel. Wir fordern von der Landesregierung und Urenco, das auch in Gronau umgehend Konsequenzen gezogen werden, und dass die Bundesregierung und die Firma Urenco sofort bessere Schutzmaßnahmen für den deutschen Urenco-Atommüll in Russland umsetzen. Die Verantwortung für den eigenen Atommüll hört nicht an der Grenze auf," forderte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Russische Beteiligung an Demonstration in Gronau

Rund 80 Organisationen und Initiativen rufen für den 9. März 2013 um 13 Uhr aus Anlass des 2. Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Fukushima zu einer überregionalen Demonstration vor der Urananreicherungsanlage Gronau auf. Dort wird auch die russische Journalistin Swetlana Slobina aus Angarsk über die gravierenden Probleme sprechen, die der Gronauer Uranmüll in Sibirien hervorruft
(weitere Infos: externer Link www.fukushima-jahrestag.de ).

Weitere Infos:
www.fukushima-jahrestag.de
www.sofa-ms.de
www.urantransport.de
www.kein-castor-nach-ahaus.de

 

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