Nr. 161
Iran-Anreicherung

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52 Seiten
April 2005
Preis: 3,00 EUR

 
 
 
 

Inhaltsverzeichnis

  • aaa-uftakt

    Bei dem Bildmaterial, das wir zum Thema: „warum die einen dürfen, was die anderen nicht sollen“ gefunden haben, war auch ein Banner aus dem internet. Die kleine Grafik ist so verschwommen, daß sie sich eigentlich nicht drucken läßt. Anderseits paßt das so gut zu der Aufforderung, die daneben steht, daß wir es trotzdem tun:
    Auf keinem Auge blind! steht bezeichnender Weise daneben.

    Der Wunsch ist nachvollziehbar, alles wäre klar zu sehen. Es wäre einfacher, wenn die Welt in gut und böse aufzuteilen wäre. Zum Beispiel, wenn es sich um eine kriegstreiberische Behauptung der US-Administration handelte, der Iran verfüge über Massenvernichtungswaffen. Vermutlich stimmt beides.

    Wenn wir uns anschauen, wie konsequent das atomare Wettrüsten im Mittleren und Nahen Osten einer Logik folgt, die wir von den Supermächten der Blockkonfrontation nur zu schlecht kennen, dann scheint es fast lebensfremd zu hoffen, bis 2020 könnte das Ziel einer von atomwaffen freien Welt erreicht sein.

    Schauen wir uns dagegen an, an welchem Pulverfaß gezündelt wird, dann wirkt der Zeitraum von 15 Jahren, in denen aus dem Spiel mit dem Feuer der Ernst eines Atomkriegs werden könnte, irrsinig lang. Vermutlich ist auch da beides richtig.

    Die Welt ist und wird ständig neu aufgeteilt. Nicht in gut und böse, sondern in Zugriff, Verfügung, Vernutzung. So komplex das sein mag, es läßt sich sehen. Und ändern. In diesem Sinn: Mut beim Lesen!

    ciaaao