aaa-uftakt

nur komplett auf den Kopf gestellt läßt sich in dem Bild keine Perspektive herstellen, die stimmt. Aber sonst bietet Maurits Escher alles an: ob mensch die Sache nun von links betrachtet oder von rechts oder meinetwegen auch aus der Mitte, immer finden sich Anhaltspunkte dafür, daß diese gesichtlosen Leute schon richtig gehen. Irgendwie. Relativität hat er das Bild genannt für den Fall, daß nicht auch so schon alle die Botschaft verstanden haben.

Politik, so lernen wir spätestens von den Zapatistas, ist auch der Kampf darum, in einer Welt voller verschiedener Aspekte dafür zu sorgen, daß möglichst viele die eigene Betrachtung teilen. Und dafür gibt es gute Gründe: Nicht alle Widersprüche lassen sich als perspektivische Fehldeutung auflösen. Mit manchen Dingen kann es eben wirklich rasant bergab gehen.

Damit sind wir beim Thema dieser Ausgabe. Das Wetter zum Beipiel kann dafür herhalten, daß dringend Atomkraftwerke gebaut werden. Oder dafür, daß alle sofort stillzulegen sind. Oder - in der Mitte - daß mensch mal abwartet, was passiert, wenn sich eh nichts daran ändern läßt. In diesem Heft soll es darum gehen, wie verheerend sich die falsche Perspektive auswirken kann. Und wie versucht wird, den Leuten den Kopf zu verdrehen.

Daß es natürlich völliger Käse ist, dem Klima zuliebe Selbstmord auf Raten zu begehen, das soll dann Thema der Nummer 154 im September sein. Dafür suchen wir noch engagierte MitschreiberInnen.

Bis dahin raten wir zur Skepsis:
diesmal ist in der aaa (153) nicht Wort für Wort wahr und richtig!

ciaaao

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Ende