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Unser Themen-Schwerpunkt Nebel geht gerade in Druck, da kommt aus dem Bundesumweltministerium die Pressemitteilung: „Das Konzept der Betreiber, Atomkraftwerke durch künstlichen Nebel vor drohenden terroristischen Flugzeugabstürzen zu schützen, ist in seiner derzeitigen Form nicht geeignet, den Schutz der Anlagen deutlich zu verbessern.“

Der BUND hat mit der Veröffentlichung einer Studie dafür gesorgt, daß wieder - dem Konsens zum Trotz - in der BRD über die Gefahr gesprochen wird, die von Atomanlagen ausgeht. In diesem Streit stellt sich das BMU nun scheinbar auf die Seite der Verbände und „wagt“ die Konfrontation mit Landes- Umweltministerien und Betreibern. Die Nebelwände, sagt die Pressestelle der Regierung, seien nicht das richtige Mittel.

Eine Nebelgranate mehr! Die aufgeplusterte Diskussion darüber, wie Atomanlagen geschützt werden können gegen Gefahren von außen, lenkt von den Fragen ab, um die es eigentlich geht: wie können die Menschen geschützt werden gegen die Gefahren aus dem Inneren eines Reaktors? Wie können sie sich schützen gegen die Macht aus dem Innern eines Konzerns?

Wenn Jürgen Trittin demnächst anderweitige Betätigung sucht, sollte er sich im Unterhaltungsgewerbe umsehen. Einer, der es schafft, im Zusammenhang mit Stade „den Ausstieg“ zu feiern, hat sich ausgewiesen als Fachmann für beeindruckende Bühneneffekte.

Der Kongreß der IPPNW im Mai und die Frühjahrs-Konferenz der anti-AKW-Bewegung im Juni lassen uns hoffen, daß es gelingt, die Debatte auf ihren Kern zurück zu bringen. Die Artikel in diesem Heft sollen dazu beitragen.

ciaaa

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