Nr. 82/83
Knackpunkte: Ausführliche Darstellung aller noch vorhandenen
Atomanlagen in der Bundesrepublik

aaa Nr. 82

80 Seiten
September 1997
Preis: 3,00 EUR

Inhaltsverzeichnis:

  • Knackpunkte
    Einleitung und Legende
    Atomkraftwerke:
    Biblis, Brokdorf, Brunsbüttel, Esenshamm, Grafenrheinfeld, Gundremmingen, Greifswald, Grohnde, Hamm-Uentrop, Jülich, Kahl, Kalkar, Krümmel, Lingen, Mülheim-Kärlich, Neckarwestheim, Obrigheim, Ohu, Philippsburg, Rheinsberg, Stade, Stendal, Würgassen
    Atom-Fabriken: Berlin, Duisburg, Ellweiler, Garching, Gronau, Geesthacht, Hanau, Karlsruhe, Karlstein, Menzenschwand, Rossendorf
    Atommüll-Standorte: Ahaus, Asse II, Gorleben, Greifswald/Lubmin, Mitterteich, Morsleben, Roßberg, Schacht Konrad, Schwalbach, Steyerberg, Wackersdorf
  • Standorte
    Im Osten: Siemens und Rossendorf
    Im Süden: Neckarwestheim, Schweinfurt, München
    Im Westen: Ahaus
    Im Norden: Brunsbüttel, Krümmel, Gorleben
  • Internationales
    Atommüll im Meer und in der Themse, Meldungen und ein kleiner Rußland-Report
  • Poli-Ticks
    Atomgesetz-Novelle und die Bombengelüste der SPD
  • Diskussion
    Entschädigung von ZwangsarbeiterInnen bei Siemens, Polizeigespräche
  • Kriminalisierung
    Kontaktversuche des Verfassungsschutzes und Erinnerungen an den Tod von Michel Vitalon
  • Kalenda
    Wichtige Termine auf einen Blick
  • Die Karte...
    ...der Atomanlagen in der Bundesrepublik Deutschland

aaauftakt

Gelbe Seiten haben wir nicht bedrucken lassen, nur der Umschlag ist gelb. Aber daran ist zu erkennen, daß es sich um ein Nachschlagewerk handelt:

"Frag doch mal jemand, der/die was davon versteht" haben wir uns gedacht, und an (fast) allen Standorten Gruppen oder Einzelpersonen ansprechen können, die uns kompetent Auskunft gegeben haben über die Geschichte und speziellen Mängel "ihrer" Atomanlagen. Und natürlich über den Widerstand dagegen.

Wir haben uns dann noch die Mühe gemacht, die Berichte zu ergänzen durch Angaben zu den Brennelementen und den ausstehenden Transporten. Wie die Berichte aus den Regionen zeigen, ist das offensichtlich ein Thema, was einige Leute ganz gut auf die Beine bringt.

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Legende zu den Atomanlagen

(aaa) An der Erstellung dieser Übersicht über die Atomanlagen der BRD haben über fünfzig Personen und Gruppen mitgewirkt, ohne die dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre.
Vielen Dank Euch allen an dieser Stelle.

Zur Systematik:

Wir haben Fragebögen verschickt, die Antworten haben wir zum Teil noch redaktionell überarbeitet, ihr findet sie unter den einzelnen Unterpunkten wieder:

  • Eckdaten
  • Bedeutung
  • (AKW-) Planungen
  • Atomaufsicht
  • Landesregierung
  • Widerstands-Chronik
  • Widerstand aktuell
  • Die Perspektive
  • Kontakt

Um keine unnötigen Einschränkungen vorzunehmen und auch die Verschiedenartigkeit der Gruppen zu zeigen, haben wir im Wesentlichen den Stil der Antworten unverändert übernommen, Stichpunkte wie vollständige Sätze, Aufzählungen wie Erzählungen wechseln sich also ab. Die Punkte "Eckdaten" und "Kontakt" wurden zumeist redaktionell verfaßt.

Erklärungen zu einzelnen Unterpunkten:

Eckdaten

Die Angaben sind im wesentlichen dem Propagandakreis der Atomindustrie entnommen ("lnformationskreis Kernenergie" - Heftchen: "Kerntechnik - Anlagen in Deutschland" 1997, "Kemenergie - aktuell", "Zahlen & Fakten zur Kernenergie", Broschüre des Forschungszentrum Karlsruhe: "Lexikon zur Kernenergie", 1997).

Bei AKWs verwendete Angaben:
MW: Megawatt, BE: Brennelement, tSM: Tonnen Schwermetall (z.B. Uran oder MOX).

  • Leistung: Elektrische Buttoleistung - insgesamt aus allen alt-BRD-AKWs sind es 23,4 Gigawatt.
  • Auftrag an: AEG, KWU (evtl. mit Hochtief) oder Siemens mit dem Jahr der Auftragserteilung. Die erste AKW-Auftragerteilung war für Obrigheim 1964, die letzten 1982 für Emsland, Neckarwestheim-2 & Ohu-2.
  • Probebetrieb: ab der ersten nuklearen Kettenreaktion.
  • Leistungsbetrieb: Kommerzieller Betrieb mit Einspeisung ins Stromnetz. Das erste AKW, das an die Betreiber übergeben wurde, war Obrigheim 1969, das letzte Neckarwestheim Block 2 im Jahre 1989.
  • Lagerkapazität: Gesamte interne Zwischenlagerkapazität in Anzahl der BEen.
  • Reaktorkernladung: Reservierte Lagerpositionen für die Kernentladung (Core).
  • frei: Anzahl der tatsächlich frei zur Verfügung stehenden Plätze für die Lagerung von BEen.
  • Wechsel pro Jahr: Mittlere Wechselmenge pro Jahr (also nur der Durchschnitt!).
  • Verträge mit ...: Angabe, wieviele BEe in welche WAAen/Zwischenlager rechtsverbindlich "entsorgt" werden können.
  • Transport in WAAs: Gesamtmenge abgebrannte BEe in tSM, die in die "Wiederaufarbeitung" gingen (In- oder Ausland zusammenaddiert) - insgesamt aus allen alt-BRD-AKWs und Versuchs-AKWs waren es knapp 4.300 tSM.
  • MOX-Einsatz: Gesamtmenge MOX-BEe in tSM, die entweder im AKW eingesetzt sind oder bereits durchgelaufen und "entsorgt" sind - insgesamt aus allen alt-BRD-AKWs und Versuchs-AKWs waren es rund 200 tSM.
  • Diese Angaben geben den Stand vom 31.12.96 wieder und sind der Antwort des BMU vom 30.05.97 auf die schriftliche Anfrage von MdB Simone Probst entnommen.

Kontakt

Hier ist jeweils eine Auswahl von Initiativen aufgelistet, die sich mit der Atomanlage beschäftigen. Die Auswahl erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, der Nichtabdruck bedeutet keinerlei Abqualifizierung.

Initiativen, die auf unsere Fragebogen geantwortet haben, sind jedoch mit allergrößter Wahrscheinlichkeit hier zu finden, die mit (*) gekennzeichneten Gruppen haben maßgeblich zum Inhalt des Beitrags beigetragen oder ihn vollständig selbst verfaßt.

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