4. Oktober 2010
Russischer Castor-Protest in Ahaus mit Vladimir Slivyak von Ecodefense

Demo am Zwischenlager Ahaus "Nix rein und nix raus - Atomtransporte stoppen"

Russische Umweltschützer tragen ihren Protest gegen den Atommüllexport der 951 plutoniumhaltigen Brennelemente vom Zwischenlager Ahaus in die russische Plutoniumfabrik Majak nach Ahaus. Auf der Demonstration vor dem Zwischenlager Ahaus hat auch der Ko-Vorsitzende der russischen Umweltorganisation Ecodefense, Vladimir Slivyak, gesprochen, um die Bundesregierung sowie die Landesregierungen in Sachsen und Nordrhein-Westfalen aufzufordern, den Transport der 18 Castor-Behälter zu stoppen.

"Die Situation rund um Majak ist sehr kritisch, denn Majak ist eine besonders stark verstrahlte Region Majak ist eine tickende Zeitbombe. Wir brauchen deshalb keinen weiteren hochradioaktiven Atommüll aus Deutschland. Frau Merkel und Frau Kraft müssen diesen Atommüllexport stoppen," erklärte Vladimir Slivyak von Ecodefense.

Vladimir Slivyak von Ecodefense
Vladimir Slivyak von Ecodefense

"Wir ziehen mit den russischen Umweltorganisationen an einem Strang, um den unverantwortlichen Atommüllexport nach Russland zu verhindern. Gemeinsam haben wir in den letzten Jahren bereits den Export von Uranmüll aus der benachbarten Urananreicherungsanlage Gronau nach Russland gestoppt. Wir lassen auch dieses Mal nicht locker," so Felix Ruwe von der BI "Kein Atommüll in Ahaus".

Felix Ruwe und Heiner Möllers von der BI "Kein Atommüll in Ahaus" sowie Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster informierten über den Stand der Proteste gegen die Ahaus-Russland-Castoren. Dabei ging es auch um ein Atomtransporte-Moratorium für NRW sowie um weitere gemeinsame Proteste mit russischen Umweltschützern.

Im Anschluss hat Slivyak auf Einladung der BI "Kein Atommüll in Ahaus" auf einem außerordentlichen Stammtisch der Bürgerinitiative in Ahaus über die radioaktiven Probleme in Majak sowie den Protest dagegen informiert.

Audiodatei der Information über Majak von Vladimir Slivyak
englisch mit deutscher Übersetzung, hörbar und zum Download (WMA-Datei, 11,5 MB): [hier]
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Bei einem Pressegespräch hat Herr Slivyak über den Protest gegen die Castor-Transporte aus Ahaus in Russland berichtet sowie über das Gerichtsverfahren, mit dem Anwohner der Atomanlage Majak mit Unterstützung von Ecodefense aufgrund der unhaltbaren Zustände in Majak gegen die russische Regierung klagen.

Audiodatei der Pressekonferenz mit Vladimir Slivyak
größtenteils auf Englisch, hörbar und zum Download (WMA-Datei, 25,1 MB): [hier]
(c) aaa-West, gewerbliche Verwendung untersagt

Pressegespräch mit Vladimir Slivyak von Ecodefense
Pressegespräch mit Felix Ruwe (BI-Ahaus), Vladimir Slivyak (Ecodefense) und Matthias Eickhoff (SOFA)


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